Heute Will Ich Frei Sein

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My Friend The Forest

Funkhaus Berlin - der Saal 1

Funkhaus Berlin – der Saal 1

Ich steige in die 21 Richtung Schöneweide. Wir fahren durch Friedrichshain, schnell ist die Tram voll. Eins ist klar, die Leute wollen ins Funkhaus Berlin in der Nalepastraße.

Dort spielt heute Abend Nils Frahm das erste seiner vier Berlin-Konzerte. Die Konzerte sind ausverkauft, am Freitag kommt die neue Platte des Komponisten heraus: All Melody.

 

Es ist kalt, es ist Winter, etwas nebelig – die Stimmung passt. Leider habe ich keine Eintrittskarte.

Nach etwas Warten vor dem Funkhaus, habe ich Glück; ein Ticket zum Originalpreis. Schnell fühlt sich der Saal. Zwei Stunden wird Nils Frahm diesen Raum mit Tönen, Beats, Schwingungen, Gedanken, Träumen, Emotionen, – mit seiner Musik bespielen.

Eine Reise in die Ferne

Eine Ruhe, gebrochen von Melodien, die eine Reise beschreiben, eine Reise in die Ferne, weit weg von der Spree, weit weg von Berlin: wunderbar. Nach dem Konzert fahre ich mit der 21 wieder nach Friedrichshain, der Sound fährt mit.

Erster Buchtipp für 2018

Now I think I know

Tour
Feb 15 Frankfurt Festhalle
Feb 22 Cologne Lanxess Arena
Mar 05 Berlin Mercedes-Benz Arena

Beats and spaces

Flucht aus der Wüste

„An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung. Das soll nicht heißen, ich hätte in all den Jahren niemals Glück oder Freude empfunden. Aber das Leiden ist totalitär: Es eliminiert alles, was nicht in sein System passt.“ (Louis Édouard | „Das Ende von Eddy“)

Jede Seite eine Wucht, jedes Kapitel ein Schlag ins Gesicht. Wer verstehen will, wie es sich anfühlt auf dem Land aufzuwachsen, in einem nordfranzösischem Dorf, der muss „Das Ende von Eddy“ von Louis Édouard lesen.

Ich habe das Buch erst jetzt gelesen, aber an Aktualität wird es sicherlich so schnell nicht verlieren, – leider. Unglaublich, welche Kraft in dem schmalen Roman steckt, welche Wut und Leidenschaft. Welcher Mut. Es ist einfach erstaunlich, was die französische Literatur in den letzten Jahren hervorbringt: Chapeau!

 

Édouard Louis #fbm2017

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