Eine Mo­ment­auf­nah­me

Beth Gibbons in Berlin. Ein Sonntag im Juni, nicht mehr Frühling, noch kein Sommer.

Im Laufe des Nachmittags ziehen graue Wolken auf, ein Gewitter liegt in der Luft. Morgens noch Bruckner gehört.

Voll umgehauen

Beth Gibbons, was für eine Stimme – ihr neues Album „Lives Outgrown“ hat mich umgehauen. Das Schlagzeug von Lee Harris: beim hören denk ich viel an „Happiness Is Easy“. Kurz gehofft, ihn beim Konzert auf der Bühne zu sehen.

Die Konzerthalle ist ausverkauft und als Beth Gibbons die Bühne betritt liegt eine Ruhe im Raum, ein Schweigen – ein Hoffen. Und, wohl niemand wurde enttäuscht. Dieses Konzert war Spitzenklasse, das neue Album live auf der Bühne; kaum Licht, klarer Sound, ein Kratzen, ein Rauschen – viel Geige und dann diese Stimme: diese Tiefe, diese Liebe, dieser Riss. Eine gute Stunde, dann ist das Konzert vorbei.

Dachte ich, – aber die Musik hört nicht auf, sie ist geblieben, wunderbar und groß: wie ein Ozean.

Schreibe einen Kommentar