Flucht aus der Wüste
„An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung. Das soll nicht heißen, ich hätte in all den Jahren niemals Glück oder Freude empfunden. Aber das Leiden ist totalitär: Es eliminiert alles, was nicht in sein System passt.“ (Louis Édouard | „Das Ende von Eddy“)
Jede Seite eine Wucht, jedes Kapitel ein Schlag ins Gesicht. Wer verstehen will, wie es sich anfühlt auf dem Land aufzuwachsen, in einem nordfranzösischem Dorf, der muss „Das Ende von Eddy“ von Louis Édouard lesen.
Ich habe das Buch erst jetzt gelesen, aber an Aktualität wird es sicherlich so schnell nicht verlieren, – leider. Unglaublich, welche Kraft in dem schmalen Roman steckt, welche Wut und Leidenschaft. Welcher Mut. Es ist einfach erstaunlich, was die französische Literatur in den letzten Jahren hervorbringt: Chapeau!
Wie schön ist das eigentlich!?
Ein Ausflug nach Kreuzberg. Trikont feiert das 50. Jubiläum im BiNuu – ein schöner Abend. Tolle Bands, tolle Musik! Neu entdeckt die Band Kofelgschroa. Die Blasmusiker aus Oberammergau quetschen ihre Töne und Texte zu Beats, die auf eine Reise gehen: Hoch auf die Alpen und rein in die Stadt; übers Land, über die Straßen, – rein in die Ohren. Musik, die Spaß macht, die Sinn macht.
Karin Dreijer’s first solo album in 8 years
A ring is a ring is a rose
Die Welt der Bücher
Meine erste Frankfurter Buchmesse. Viele bleibende Eidrücke, viele Autoren, spannende Menschen, tolle Gespräche – eine wunderbare Atmosphäre. Gastland der Buchmesse war in diesem Jahr Frankreich: „Frankfort en française – Frankfurt auf Französisch“.
Einen Einblick in den französischen Alltag lieferte Didier Eribon. Der französische Soziologe hat sein neues Buch „Gesellschaft als Urteil“ auf dem „blauen Sofa“ vorgestellt – ein außergewöhnlicher Blick auf unsere Gesellschaft.
Ein persönlicher Höhepunkt war eine Lesung von Sasha Marianna Salzmann am zweiten Messetag für Deutschlandfunk Kultur. Sie hat ihre Lieblingsseite aus „AUSSER SICH“ vorgelesen. Fazit, sehr gerne wieder. Danke Frankfurt!
