Hallo Leipzig! #LBM19

Meine zweite Buchmesse in Leipzig, ich kann sagen: Das ist eine wunderbare Sache mit Leipzig und mit der Buchmesse. Anreise am Mittwoch – am Donnerstag dann auf zur Messe Leipzig, mit der S-Bahn, noch schnell akkreditieren, – dann geht es los. Ein Twitter-Blitz-Interview mit Jaroslav Rudis – der mit seinem Buch „Winterbergs letzte Reise“ für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert war. Ein sehr netter Start.

Dann ist Wolf Biermann zu Gast auf der DLF-Kultur-Bühne und spricht über sein Buch „Barbara“. Aus der Online-Redaktion stellen wir im Anschluss Biermann folgende Frage: Lieber Herr Biermann, wie beurteilen Sie die politische Lage in Deutschland? Die Antwort auf den Punkt und als Zitat-Kachel über 2.300 Mal geteilt.

Der Freitag ging schnell um, Aufgaben, die vom Donnerstag übrig waren und dann Bela B. Große Aufregung an und hinter der Bühne, – und großer Andrang, als Bela B. Felsenheimer über seinen Roman „Scharnow“ spricht. Hinter der Bühne hatte der Ärzte-Drummer noch Zeit auf einen Kaffee. Spannende Thesen gab es von Harald Welzer.

Samstag, – heute geht es schon wieder nach Berlin zurück, aber vorher noch volles Programm auf der Bühne, Sophie Passmann, Ferda Ataman und den Nachmittag mit dem Bücherfrühling und einen tollen Auftritt von Saša Stanišić: Woher komme ich? Dieser Frage geht der Schriftsteller in seinem Buch „Herkunft“ nach. Im Anschluss ein kurzes Gespräch mit ihm hinter der Bühne; über sein Schreiben, Leipzig und den HSV.

Diese Buchmesse hat mir gezeigt, dass die Literatur etwas Lebendiges ist, dass Leipzig fasziniert ist von der Literatur, – dass es Freude macht, dabei zu sein, wenn Autorinnen und Autoren über ihrer Bücher sprechen, wenn die Leserinnen und Leser zuhören – wenn Spannung entsteht, zwischen Mensch, Buch und Stadt.

Mark Hollis – Meister der Stille

1984 – „It’s my life“ – was für eine Platte? „Dum Dum Girl“, die Sirenen von „Such a Shame“ – tolle Musik, tanzbare Musik. Verknallt in Talk Talk, verknallt in diesen Sound. Später erst die Platte „The Party is over“ entdeckt, „Another Word“ – eine andere Welt, in der Mark Hollis lebte, in der er sang. „The Colour of Spring“ – mit einem wunderbaren „Happiness Is Easy“ – oder „Life’s What You Make It“, – was für eine Stimme!

„Mit Spirit of Eden“ und „Laughing Stock“ hat Talk Talk fast schon jazzige Platten gemacht, Meisterwerke. Das war 1988 und 1991. Eine Solo-Platte veröffentlichte Mark Hollis 1998. Lange hatte ich die Hoffnung auf eine weitere Platte von Talk Talk, ein Konzert. Jetzt ist Mark Hollis gestorben. Die Musik bleibt; gute Reise, Mark.