Das Leben ist anderswo

Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin. Dort entschied er sich gegen ein Studium und widmete sich dem Schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit Nebenjobs.

Der Lebenslauf liest sich, wie der von Jesper Lier, der Hauptfigur in Wells Roman „Spinner“. Auch er zieht von München nach Berlin, zum studieren, schreibt sich aber nur an der Uni ein und hat nur ein Ziel: Schriftsteller zu werden.

Ein chaotischer Held, jung und mit vielen Träumen. Sein Manuskript, an dem er arbeitet, hat 1000 Seiten. Er schreibt in seiner kleinen Wohnung, einer Kellerwohnung auf dem Prenzlauer Berg, – ohne Tageslicht. Dorthin hat er sich zurückgezogen. Von Zeit zu Zeit taucht Gustav auf, sein Kumpel. Dann geht es durch die Nacht: Clubs, Kneipen, Cafés, U-Bahn und wenig Schlaf, aber viel Rausch.

Ein neuer Blick

Hier schreibt ein Autor der neuen Generation, über die Ängste seiner Generation und über die Suche nach Sinn. Irgendwie kennt man das, ein altes uraltes Thema, aber Benedict Wells hat seinen eigenen Sound und so entwickelt das Buch einen Sog; sieben Tage Berlin, aus den Augen eines jungen Menschen. Ein neuer Blick, ein neuer Ton – der Sound der Sinnlosigkeit. Lesen!

Lost Beats

In den 90er-Jahren habe ich stundenlang Can gehört, zum Beispiel beim Schach spielen. Ich bin nicht direkt Krautrock-Fan, aber den Can-Sound finde ich sensationell: da sticht kein Musiker den anderen aus, zusammen spielen, zusammen experimentieren, das ist Can: Jaki Liebezeit gab den Rythmus vor und schickte die Beats auf Reise.

Besser als jede Drum-Machine

Liebezeit sei schon zu Lebzeiten eine Legende gewesen, sagt Kritiker Thomas Elbern.

A different view

Ein fantastisches neues Jahr!

Mach das Feuer an

Glaubt keinem Sänger!

Heinz Rudolf Kunze ist die Woche 60 geworden: Happy Birthday!